Die Adventszeit hat begonnen
Mit Beginn der Adventszeit und des neuen Kirchenjahres feierten wir in Naumburg einen überaus festlichen Gottesdienst. Die Kirche war wunderbar geschmückt. "Bei der Besucherzahl", sagte unser Kirchenältester Heinz Ewald später, "beim 50 habe ich aufgehört zu zählen."
Der Gesang war mächtig, die Konzentration der Menschen herrlich – na ja, fast herrlich.
Denn just als der Organist und der Pfarrer beginnen wollten, in aller Stille, erklang es: Eddis Handy! Der Pfarrer war nicht begeistert: „Das geht doch nicht, Eddi!" Ruhe war angesagt.
Danach sang die Kleine Kantorei herrlich aufmunternd drein. Am Ende war sich Heinz Ewald einig mit uns allen: So sollte es an jedem Sonntag sein.
Parallel hatten wir auch in Altendorf einen wunderschönen Gottesdienst gefeiert. Auch hier eine wunderschön geschmückte Kirche.
In beiden Gemeinden war es Zeit für Veränderung: Die bisherigen Kirchenvorsteher*innen wurden herzlich verabschiedet, die neuen mit dem Segen Gottes eingeführt.
Vorbereitungen
Das mit dem Krippenspiel wird jetzt heftig geprobt – in allen Orten. Naumburg, Ipp, Altendorf: Überall wird eifrig trainiert, die Szenen werden durchlaufen, Texte sitzen noch nicht ganz, aber die Begeisterung ist groß.
Schwerpunkt sind die Konfirmanden. Sie sind das Rückgrat der Produktion, tragen die Geschichte, lernen nicht nur ihre Rollen, sondern auch, was es bedeutet, diese alte Tradition lebendig zu halten. Für viele von ihnen ist es das erste Mal, dass sie sich so intensiv mit dem Weihnachtsgeschehen auseinandersetzen – nicht nur religiös, sondern auch handwerklich, körperlich, mit voller Präsenz auf der "Bühne".
In Altendorf nimmt auch der Kindergottesdienst teil – rund 20 Kinder mit großen Augen und noch größerer Energie. Sie sind das Herz des Ganzen: unverfälscht, spontan, voller Freude. Ihre Rollen mögen kleine sein, aber ihre Präsenz macht das Ganze erst vollständig.
Die Proben laufen jetzt auf Hochtouren. Es wird gesprochen, gelacht, manchmal auch geflucht (leise!), und überall riecht man diese besondere Mischung aus Anstrengung und Vorfreude, die nur in der Adventszeit so richtig schmeckt.
Kinderadvent Naumburg 2025
Kinderadvent Naumburg – das ist etwas Besonderes in der Adventszeit! Jeden Donnerstag erwartet die Kinder im und am Gemeindehaus in Naumburg eine neue Überraschung. Um 17.00 Uhr geht es los.
Vier Donnerstage, vier Gelegenheiten, um die Adventszeit auf ganz eigene, kinderfreundliche Weise zu erleben. Da wird gebastelt, gesungen, gespielt – immer mit dem Weihnachtsgedanken im Hinterkopf, aber vor allem mit Spaß und Freude. Die Kinder können sich auf kleine Abenteuer freuen, auf Neues, auf das, was die nächste Woche bringt.
Also: Donnerstags um 17.00 Uhr ins Gemeindehaus nach Naumburg – und mitgenommen werden dürfen natürlich auch die Geschwister, Omas, Opas und alle, die Lust haben, die Adventszeit mit leuchtenden Kinderaugen zu erleben!
Adventsspirale im Kindergarten
Im Kindergarten in Ippinghausen haben wir eine Adventsspirale gebaut. Und dann geschah etwas Wundersames.
Es war ganz still. Ein Kind nach dem anderen trat vor – manche zu zweit, manche alleine – und zündete eine Kerze an. Behutsam, konzentriert, mit großem Ernst im Gesicht. Jedes Kind brachte sein Licht an seinen Platz. Dabei spielte wunderbare Musik, die den Raum erfüllte und die kleine Zeremonie umhüllte wie ein warmer Mantel.
Die Kinder merkten, was sie taten. Sie spürten die Bedeutung dieses Moments.
Später sagte Ben nachdenklich: "Diese Musik war so schön, die hat mein Herz so groß gemacht."
Da war es – das Wunder der Adventszeit, ausgesprochen mit fünf oder sechs Jahren, aus vollem Herzen.
Und Kristina, die Leiterin, blickte in den Raum voller Kerzen und stellte fest: "Es ist jetzt wirklich heller geworden."
Ja. Heller. Nicht nur vom Licht der Kerzen, sondern von etwas, das tiefer geht. Von der Einfachheit, von der Präsenz, von Kindern, die verstehen, was Advent bedeutet – ohne dass man ihnen lange Worte machen muss.